Selbstportrait auf Fahrstuhltür

Fahrstuhltür

Wie selstam, dass eine Woche nichts passiert. Und welche Wortungetüme hält die deutsche Sprache bereit: Fahrstuhltür, existiert etwas hässlicheres? Im Fahrstuhl erinnere ich mich aber daran, dass ich schon immer ein Selbstportrait mit der Türspiegelung aufnehmen wollte, seit sieben Jahren.

Zebrastreifen

Zebrastreifen

Ich habe es endlich geschafft diesen Zebrastreifen abzulichten. Ich wollte das schon immer einmal machen, da ich ihn seit zehn Jahren fast täglich benutze. Seit zwei Wochen dient er jetzt meinem Sohn, zum überqueren der letzten Straße auf seinem Schulweg.

Neuss

Selbstportrait in Neuss

Ein Liter Becks lässt auch das kleinste Hotelzimmer gemütlich werden. Der Wärmetauscher der Minibar heizt das kleine Zimmer auf angenehme 35 Grad. Draussen ist es nicht ganz so warm aber auch dort regt sich kein Lüftchen. Morgen bekomme ich Leute zu sehen die behaupten Sie wären „Vertikale, die Kunden auf der Fläche abkassieren“. Gut wenn es bald wieder nach Hause geht. Mein Ticket ist verschwunden, ich muss mir morgen am Bahnhof ein neues besorgen. Der Morgan darf noch einen Tag in der Garage bleiben, die Dame an der Rezeption meint das stünde ihrem Hotel ganz gut und berechnet mir dafür keinen Euro mehr.

Sommer

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Es ist wieder warm geworden. Ich fahre mit dem Zug am Abend nach Köln. Bahnfahren am Sonntag macht keinen Spaß. Zum glück öffnet sich das Fenster. Es riecht nach frisch gemähtem Gras. So duftet der Sommer und der peckige Zug ist mir auf einmal egal.

Das letzte Foto mit der SX 70

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Flohmarkt am Wochenende, umgeben von psychopatischen Trödelaufkäufern verkaufe ich alle CDs, ein Elchgeweih und die Bücher meiner Kinder. Für die rosa T-Mobile Relax Luftmatratze findet sich kein Käufer. Murge schießt das letzte Foto mit der SX 70, um 11.30 Uhr kauft ein Asiate mit schöner Freundin die Kamera. Ich bin gerade im Klo-Wagen und kann ihr nicht mehr Adieu sagen.

Arendt Schmolze